Lenné-Gesellschaft Bonn e.V.
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+++Aktuelles+++

Leider müssen wegen der Corona-Pandemie alle öffentlichen Veranstaltungen bis auf weiteres ausgesetzt werden. Bonn den 1. November 2020

 

 

 

 

Lenné-Nachrichten Nr. 16

 

Liebe Mitglieder der Lenné-Gesellschaft Bonn,

 

die Corona-Pandemie verhindert leider ein geplantes Treffen im November. Dabei hatten wir uns auf einen sehr interessanten Vortrag von Herrn Gerd Kirchlinne über „Entwicklung Bonns zum Zentrum der Rheinromantik“ gefreut. Schade. Jetzt können wir nur hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder treffen dürfen und u. a. die für den Herbst geplanten Vorträge von Herrn Kirchlinne und Frau Nolden „nachholen“ können.

 

Für den Vorstand war der Oktober eine Zeit aktiver Arbeit an den Zukunftsplänen unserer Gesellschaft. Am 8. Okt. 2020 hatten wir im Alten Rathaus zusammen mit den Vorstandsmitgliedern des Potsdam-Clubs Walter Christian und Friedrich von Klitzing ein Treffen mit der Dezernentin für Sport und Kultur der Stadt Bonn, Frau Schneider-Bönninger. Grundlage des Gesprächs war unser Projekt RHEINBLICK, das wir ihr schon im Herbst 2019 unterbreitet und im Rahmen der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Bonner Geschichtsvereine) diskutiert hatten. Zu unserer Überraschung lobte Frau Schneider-Bönninger das Projekt uneingeschränkt und versicherte, dass das Geburtshaus von Peter Joseph Lenné, ähnlich wie das Beethovenhaus und das Ernst-Moritz-Arndt-Haus, gewürdigt werden müsse. Wir haben auch eingehend über die Zukunft des Stadtmuseums gesprochen und waren uns einig, dass die Geschichte der Hofgärten und der Hofgärtnerfamilie Lenné im neuen Stadtmuseum repräsentiert werden muss.

 

Als am 19.10.2020 im General-Anzeiger Bonn von Herrn Martin Wein behauptet wurde „Kein kulturhistorischer Fokus mehr. Das Stadtmuseum in seiner jetzigen Form soll es nicht mehr geben, Kulturdezernentin Schneider-Bönninger hat andere Pläne“, haben Ingeborg Nolden und Jost Brökelmann unabhängig voneinander in Leserbriefen geschrieben, dass unsere diesbezüglichen Informationen anders als diejenigen von Herrn Wein seien. Frau Noldens Leserbrief wurde am 24.10.202 veröffentlicht (Anlage 1), Jost Brökelmanns Brief wurde nicht veröffentlicht (Anlage 2); offenbar waren die Aussagen für den GA nicht angenehm, zumal Autor Martin Wein ein freier Mitarbeiter des GA ist.

Am 30. Okt. 2020 konnten wir die Ausstellung "Die berühmte Gärtnerfamilie Lenné in Poppelsdorf und Bonn" im Strasburger-Lehrgewächshaus im Botanischen Garten in Poppelsdorf der Kulturdezernentin Schneider-Bönninger erläutern: Herr Wolfgang Alt vom Förderverein Poppelsdorfer Geschichte unterrichtete eingehend über die Geschichte der Hofgärten in Poppelsdorf und Bonn. Diese Geschichte wird jetzt vom Förderverein medial aufbereitet und soll nach den Plänen von Frau Schneider-Bönninger im nächsten Jahr in größeren Räumlichkeiten gezeigt werden.

 

Es hat sich also eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kulturdezernentin und mehreren Bonner Geschichtsvereinen angebahnt. Darüber sind wir im Vorstand sehr erfreut.

 

Herzliche Grüße

 

Jost Brökelmann Ingeborg Nolden

 

 

 

Anlage 1 Leserbrief I. Nolden  

 

   

 

Anlage 2

 

Betreff: Leserbrief

Von: "Jost D. Broekelmann" <jost@broekelmann.org>

Datum: 25.10.20, 21:30

An: dialog@ga-bonn.de

 

Leserbrief an den GA:

 

Kein kulturhistorischer Fokus mehr? - eine Gegenmeinung

In dem am 19. Oktober im GA veröffentlichten Interview mit der Kulturdezernentin der Stadt urteilte Herr Martin Wein: „Kein kulturhistorischer Fokus mehr“ in Bonn – ohne Fragezeichen! Aus unserer Sicht ist diese Schlussfolgerung wie auch ähnlich argumentierende Leserbriefe eine unbewiesene Behauptung. Unsere Erfahrung zeigt nämlich das Gegenteil:

Am 8. Oktober 2020 hatten vier Vorstandsmitglieder von zwei Bonner Kulturvereinen ein ausführliches Gespräch mit Frau Schneider-Bönninger, Dezernentin für Sport und Kultur, und Frau Siebenlist vom Kulturamt Bonn. Wir haben mit beiden ausgiebig über ähnliche Themen wie die von Herrn Wein zitierten gesprochen und sind zu einer gegensätzlichen Meinung gekommen, denn Frau Schneider- Bönninger hat bekräftigt: Das neue Stadtmuseum soll ein „kulturhistorisches Herz“ bekommen; des weiteren soll die über 200jährige Geschichte der kurkölnischen Residenzstadt Bonn im Museum und in der Stadt gewürdigt werden, insbesondere auch die Geschichte der Hofgärten.

Nur will Frau Schneider-Bönninger vor der endgültigen Planung des Museums mit vielen Bürgergruppen sprechen und erfahren, was die Bonner Bevölkerung in puncto Kultur heute bewegt. Dazu will sie verschiedene Diskurs-Methoden benutzen, u.a. „Change management“-Seminare. Da der Unterzeichner schon vor 15 Jahren diese Methode in einem Bundesverband praktiziert und gute Erfahrungen mit der Akzeptanz dieser Methoden bei den Betroffenen gemacht hat, war diesbezüglich ein gewisses Verständnis für ihre Pläne vorhanden. Hierin könnte die Ursache für den Dissens innerhalb der „Kulturbeflissenen“ bei dem Thema, wie das neue Stadtmuseum aufgebaut werden soll, liegen: Früher wurde „von oben“ entschieden, was Kultur ist und wohin die Gelder für die „Kultur“ fließen sollen; heutige Generationen wollen dies „demokratischer“ machen – warum eigentlich nicht? Jede Generation hat das Recht, eigene Vorstellungen zu verfolgen und auszuprobieren, auch wenn sie der älteren Generation nicht passen sollte. Ebenso trifft eine andere Erfahrung zu: Vor dem Urteilen sollte jeder die zu Grunde liegenden Fakten genau studieren. Das bewahrt vor voreiligen Schlüssen.

 

Jost Brökelmann, Bonn

 

  

 

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