Lenné-Gesellschaft Bonn e.V.
Lenné-Gesellschaft Bonn e.V.

Pressemitteilung                                                 Bonn, den 07.11.2021                 

 

ausführliche Stellungnahme unter
https://www.lenne-bonn.de/lenn%C3%A9-undstadtplanung/stellungnahme    

 

 

Massiver Ausbau von Uni-Campus Endenich und A565 zerstört historischen Lenné-Park und verschlechtert das Bonner Stadtklima

Lenné-Gesellschaft Bonn e. V.1

Das Land NRW gibt den seit 1859 bestehenden Lenné-Park auf, um den Ausbau des Universitäts-Campus Endenich und der Stadtautobahn 565 nach alten Plänen durchzusetzen. Dafür nimmt NRW eine massive Verschlechterung des Stadtklimas im Bereich von Weststadt und Endenich in Kauf. NRW verletzt damit sowohl die europäischen Ziele zum Klimaschutz als auch die Charta von Florenz (1981) zum Schutz historischer Gärten. Vor allem wird das Land NRW der Gesundheit der Bonner Bevölkerung mit großer Wahrscheinlichkeit schaden und damit seine Fürsorgepflicht verletzen.

 

Forderungen der Lenné-Gesellschaft Bonn e. V.

  1. Alle geplanten Gebäude des neuen Campus Endenich sollten (aufgrund des für Bonn ausgerufenen Klimanotstands) klimaneutral erstellt werden, wie es u. a. das Bundeskabinett am 21.08.2021 für alle Bundesbauten beschlossen hat.

  2. Die Erklärung des Klimanotstandes in Bonn und der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24.03.20212 erfordern eine Neubewertung von Bauprojekten, besonders von innerstädtischen Autobahnen wie der A565.

  3. Die geplanten Grünanlagen des Campus Endenich (zwischen der Straße „Auf dem Hügel“ und der Gebäudereihe des Campus Endenich) sollten als öffentlicher Park angelegt werden, in dessen südlichem Teil die Reste des alten Lenné-Parks denkmalgerecht restauriert und gepflegt werden.

  4. Der offen gelegte Endenicher Bach sollte den neuen Park als Natur- und Erholungsraum aufwerten.                                                                                                                                                                                                                           

1 Jost Brökelmann, Ingeborg Nolden, unter Mitarbeit von: Raimund Gerber, Linda Mattern, Heinz Hahn, Sigurd Trommer, Martin Bredenbeck, Klaus Bouchon, Helmut Lippmann, Michael Wenzel, Matthias Simon, Rudolf Neidert, Karen-Maria Brökelmann, Helga Stoverock, Walter Christian

    

 

 

Pressemitteilung-2021-11-07
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