Lenné-Gesellschaft Bonn e.V.
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Bad Neuenahr

      

Kurpark_Bad_Neuenahr_Forschungsbericht_Zusamenfassung
Kurpark_Bad_Neuenahr_Forschungsbericht_Z[...]
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Kurpark Bad Neuenahr (2016)                                                    von Helmut Lippmann

      

Kurpark Bad Neuenahr

 in KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital.​

 

Bericht über die Forschungen zur Geschichte des Kurparks Bad Neuenahr im März 2014 | 

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Kurpark Bad Neuenahr

 in AW-wiki

Lenné-Park Bad Neuenahr

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Kurpark Bad Neuenahr (2017)                        von Helmut Lippmann

  

  

Der Kurpark in Bad Neuenahr -

Nachruf auf ein Gartenwerk von Peter Joseph Lenné
von Ingeborg Nolden M. A.

 

In Berichten über die Vorgeschichte der Kurstadt Bad Neuenahr heißt es unter anderem "Die untere Ahr war in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein unberechenbarer Fluss, der in einem breiten Kiesbett mäanderte und häufig sein Flussbett verlagerte". In unregelmäßigen Abständen waren die umliegenden Dörfer von verheerenden Hochwasserkatastrophen betroffen. Im Juli 1804 und im Juni 1910 waren die die Fluten stellenweise sogar höher als am 14. Juli dieses Jahres. 1852 Uhr plante man mit Unterstützung der preußischen Regierung eine Ahr-Regulierung, die 1855-61 durchgeführt wurde. Doch schon 1910 Uhr zeigte sich, dass es mit der Flussregulierung nicht getan war. Im Gegenteil, sie verschlimmerte hier und da sogar den Wasserhochstand. Andere Maßnahmen, wie zum Beispiel Regenrückhaltebecken, wurden geplant, aber nie ausgeführt. 
Zeitgleich mit den Regulierungsplänen wurden 1852 die Heilquellen entdeckt, die Gründung einer Kurstadt mit Kuranlagen geplant und der preußische Generalgartendirektor Lenné zur Planung herangezogen. Der legte 1856 seinen ersten Plan für das Kurgelände vor. Die Gründung einer Kurstadt mit Kuranlagen geplant und der preußische Generalgartendirektor Lenné zur Planung herangezogen. Der legte 1856 seinen ersten Plan für das Kurgelände vor. Er integrierte die Kurgebäude in einen formalen und repräsentativen inneren Bereich, der von weiten Wiesenflächen mit Baumgruppen umgeben war. Wegen des kostspieligen Erwerbs der notwendigen Bodenflächen wurde der Plan abgelehnt. Der zweite Plan, den Lenné 1858 vorlegte, trug den lokalen Bedingungen in Verbindung mit einer Flächengewinnung entlang der Ahr im Zuge der Flussregulierung Rechnung. Die sogenannten Kunstwiesen entstanden und wurden mit Alleen entlang der Ahr gesäumt, und Brücken über die Ahr gebaut. Der zentrale Bereich mit den Kurgebäuden griff nicht mehr tief ins Gelände und auch die Promenaden wurden lang gezogener, gut geeignet für die von der Kur empfohlenen regelmäßigen Spaziergänge. Lenné schuf aber auch formale Gärten innerhalb der landschaftlichen Anlagen, wie z. B. den Rosengarten. In der Zeit nach Lenné kamen weitere Gartenbereiche hinzu, Gebäude wurden erweitert und erneuert. Doch bis zum Abend des 14. Juli 2021 war Lennés Werk im Kernbereich und an den Promenaden erkennbar. Das alles ist nun verwüstet. Wir haben die unfassbaren Bilder in den Medien und der ein oder andere sie vor Ort gesehen.
Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz wendet sich an alle, die sachverständige Hilfe zur Begutachtung der Schäden leisten können und bittet darum, sich bei Dr. Karl Peter Wiemer (per mail an wiemer@rheinischer-verein.de) zu melden. Er schreibt: "Die hierzu in Rheinland-Pfalz berufene Behörde, die Generaldirektion kulturelles Erbe (GDKE), ist angesichts des Schadensausmaßes ad hoc überfordert. Wir würden es daher begrüßen, wenn sich geeignete Persönlichkeiten zu einer solchen Schadensaufnahme zur Verfügung stellen könnten, um die Behörde zu unterstützen. Dabei denken wir in erster Linie an aktive oder im Ruhestand befindliche Architekten, Statiker und sonstige Bau-sachverständige."

 

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