Lenné-Newsletter Nr. 1/ 26

Liebe Mitglieder und Freunde der Lenné-Gesellschaft

 

Dass Jahr 2026 begann gleich mit zwei Höhepunkten. Am 23. Januar 2026 konnten wir unser 10-jähriges Gründungsfest feiern und am 23. April 2026 konnten wir den Garten am Lenné-Haus feierlich einweihen.

A. Veranstaltungen

1. 10 Jahre Lenné-Gesellschaft Bonn e.V. am 23.Januar 2026

Am 150. Todestag von Peter Joseph Lenné dem 23.01.2016 wurde in Bonn die Lenné-Gesellschaft von der Kunsthistorikerin Ingeborg Nolden M.A. und Kajo Kusen im Hotel Bristol gegründet. Frau Nolden hielt in ihrer Rede einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Grußworte des Oberbürgermeisters überbrachte Frau Bürgermeisterin Nicole Unterseh und für Bad Godesberg die Bezirksbürgermeisterin Feyza Yildiz.

Im Rahmen der Festveranstaltung am 23.01.2026 im Haus an der Redoute wurde auch der von der Lenné-Gesellschaft gestiftete Lenné-Preis an den Präsidenten des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen, Prof. Stephan Lenzen, verliehen.

Der 1. Vorsitzende Michael Wenzel würdigte in seiner Laudatio die Verdienste von Prof. Lenzen. Er ist Gründungsmitglied der Lenné-Gesellschaft und hat sich große Verdienste auf dem Gebiet der Landschaftsarchitektur erworben. Mehrere Bundes- und Landesgartenschauen wurden von ihm und seinem Büro RMPSL geplant. In Bonn war er u.a. an den Außenanlagen der Beethovenhalle und dem Alten Zoll beteiligt.

In der Pause lud die Lenné-Gesellschaft alle zum Sektempfang und zu Gesprächen ein.

 „Landschaftsarchitektur zu Zeit Lennés und heute“ so lautete das Thema der Festansprache von Prof. Lenzen. Er stellte Planungen Lennés in Koblenz der heutigen Situation gegenüber. Der Klimawandel und das Artensterben sind die großen globalen Herausforderungen.  Die Hitzebelastung der Städte muss durch Begrünung der Städte reduziert werden. Dies hatte bereits Lenné propagiert, wenn er sagte: „Bäume sind die Lungen einer großen Stadt.“ Hierzu führte Prof. Lenzen ein Beispiel aus Paris an. Die Straßenbäume haben oft viel zu wenig Raum. „Ein Baum braucht Raum, wir brauchen Gartenstraßen, Straßengärten, Gartenboulevards oder Gartenplätze“ forderte er. Die Landschaftsarchitekten müssten wieder mehr Gärtner sein und die Landschaftsarchitektur sollte politischer werden.

Die Festveranstaltung wurde musikalisch durch das Yaron-Quartett mit Werken von Joseph Haydn und Mozart umrahmt. Haydn war 1792 in Bad Godesberg zu Gast. Eine Stele im Redoutenpark erinnert an das Treffen mit Beethoven.

Das Yaron-Quartett mit Ieva Andreeva (Violine), Melanie Torres-Meißner (Violine), Thomas Plümacher (Viola) Johannes Rapp (Violoncello)

 

Es war eine gelungene Festveranstaltung im historischen Rahmen, dem Haus an der Redoute in Bad Godesberg.

 

2. Einweihung des Gartens am Lenné-Haus am 23.April 2026

Am 23.April 2026 war es endlich soweit, wir konnten den Garten mit einer Festveranstaltung einweihen. Es herrschte strahlender Sonnenschein und großer Andrang im Garten.  Über 75 Personen saßen dicht gedrängt auf der Terrasse am Lenné-Haus. Einige Zuschauer beobachteten das Geschehen vom Alten Zoll aus. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen. Der Prorektor der Universität Bonn, Prof. Dr. Sandmann, der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung des LVR Prof. Dr. Wilhelm.  Bürgermeisterin Unterseh vertrat  die Stadt Bonn. Von der Stiftung Schloss Dyck konnten wir Dr. Martin Wolthaus begrüßen, Frau Roswitha Arnold, die das Europäische Gartennetzwerk betreut, war ebenfalls zur Einweihung gekommen. Mit dabei waren auch Frau Dr. Böcker vom ZMDT und die Dezernentin des Dezernats Liegenschaften der Uni Bonn Marion Duisberg. Auch Nachfahren der Familie Lenné aus Hamburg, München, Köln und Bonn waren gekommen. Der Künstler Marco Di Piazza stellte die Kunstwerke vor, die von Adelheid Rommel gestaltete Büste von 

1. Vorsitzender Michael Wenzel, Bürgermeisterin von Bonn, Nicole Unterseh, Inge Nolden von der Lenné-Gesellschaft und Marion Duisberg, Dezernatsleiterin Liegenschaften der Uni Bonn bei der offiziellen Eröffnung des Gartens

 

Lenné und das von ihm selbst geschaffene Portraitrelief von Lenné. Natürlich durfte die Planerin des Gartens, die Landschafts-architektin Carolin Dreisvogt-Prause und die Künstler Marco Di Piazza und Adelheid Rommel nicht fehlen, die die Planung und Gestaltung des Gartens sowie die neuen Kunstwerke und ihre Entstehung  erläuterten. Die Festredner äußerten sich anerkennend über die Gestaltung des Gartens und das Engagement der Lenné-Gesellschaft. Der Garten am Geburtshaus des großen Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné sei identitätsstiftend für die Lenné-Gesellschaft. Mit dem Garten habe man

Dr. Nils Wandel spielt die 1. Cello-Suite von Johann Sebastian Bach bei der feierlichen Eröffnung des Gartens.

 

eine grüne Oase mitten in Bonn geschaffen. Der 1. Vorsitzende betonte, dass der Garten ein Ankerpunkt für die Lenné-Gesellschaft ist. Durch kulturelle Veranstaltungen, Gespräche und Treffen der Mitglieder soll der Garten zu einem lebendigen Mittelpunkt in Bonn werden.

 

Beim Sektempfang gab es die Möglichkeit, zu Gesprächen und Gedankenaustausch.

Musikalisch wurde die Feier durch Dr. Nils Wandel begleitet. Er spielte Bachs Cello-Suite Nr. 1 umgeben von blühenden Tulpen.

Im Anschluss an die Feier konnten die Gäste selbst den Garten erkunden und die Blütenpracht bewundern.

3.  Mitgliederversammlung am 26.März 2026       

Die Mitgliederversammlung fand in diesem Jahr im Restaurant Cantos an der Beethovenhalle statt. Im Siebengebirgszimmer mit seinem wunderbaren Rheinblick konnten wir wieder viele Mitglieder begrüßen. Zuvor präsentierte Marco Di Piazza sein neuestes Werk, ein Portraitrelief von Beethoven. 

Die Lenné-Gesellschaft konnte insgesamt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück-blicken. Wir konnten im Jahr 2025 und im 1. Halbjahr 2026 viele neue Mitglieder gewinnen, so dass wir aktuell 124 Mitglieder haben. Die Gesellschaft ist personell und finanziell gut aufgestellt. Das wichtigste Projekt, der Garten am Lenné-Haus konnte fristgerecht im Dezember 2025 fertiggestellt werden. Die Förderung wurde fristgerecht mit dem LVR abgerechnet. Der Vorstand dankte allen Spendern und allen die zusammen im Pflegeteam zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Der Vorstand wird sich auch weiterhin aktiv für die Durchgrünung von Bonn und den Erhalt des Erbes von Lenné einsetzen.

In der Mitgliederversammlung wurde vom Vorstand vorgeschlagen, eine Studienreise auf den Spuren Lennés in Bayern durchzuführen. Unser Mitglied, Frau Porta, ist Gästeführerin auf der Roseninsel im Starnberger See. Lenné hat den Garten geplant. Die Reise ist zur Rosenblüte für Mitte Juni 2027 vorgesehen. Von München aus sind Besichtigungen von Lenné geplanter Parks in Feldafing und in Hohenschwangau vorgesehen. Die genaue Planung mit weiteren Höhepunkten wird im Herbst erstellt. Die Reise fand bei den Mitgliedern großes Interesse.

4. Schneeglöckchentour zum Park Härle am 03. Februar 2026

Der Andrang zu dieser Tour war trotz des kühlen und regnerischen Wetters sehr groß. Michael Dreisvogt, technischer Leiter des Arboretums Park Härle ist Fachmann auf dem Gebiet der Schneeglöckchen. 400 Sorten kennt er. Die Tour ging vom alten Teil des Parks hinüber in den neueren Teil, wo die meisten Schneeglöckchen zu bewundern waren. Erst hier war die Vielfalt in Form und Farbe der Schneeglöckchen sichtbar. Michael Dreisvogt konnte viele interessante Geschichten zur Entstehung der Sammlung berichten.  Im Februar findet im Kloster Knechtsteden jedes Jahr ein besonderer Schnee-glöckchenmarkt statt. Hier können die Preise für eine besondere Zwiebel schon mal 1.000 Euro erreichen.

 

5. Vortrag von Inge Nolden M.A. am 02. April 2026 „Nostalgie- unterwegs in der Bonner Südstadt um 1900 anhand alter Postkarten.“

Frau Nolden, selbst Mitten in der Südstadt geboren, konnte eine stattliche Sammlung alter Postkarten zeigen.

Es ist erstaunlich, wie viele Gründerzeit- und Jugendstilhäuser  in der Südstadt bewahrt werden konnten. Viele Häuser mit reich verzierten Stuckornamenten Fassaden sind auch heute noch vorhanden. Die Südstadt hat eine der größten Ansammlungen von Häusern aus der Gründerzeit in Deutschland. Auch auf der Poppelsdorfer Allee sind viele davon zu sehen. Nicht mehr vorhanden ist das Haus des Bürgervereins Bonn, das 1969 abgerissen wurde. Auch das Hotel Bristol wurde abgerissen. Mit etwas Wehmut erinnert sich auch die Lenné-Gesellschaft an das Bristol, denn hier fand vor 10 Jahren die Gründung der Gesellschaft statt.

6. Am 16. April 2026 führten wir die Reihe „Unesco-Welterbe“ mit einem Vortrag von Hermann Simons zum Schlosspark  Brühl fort.

Der Park in Brühl ist mehrfach mit Lenné verbunden. Hier absolvierte Peter Joseph Lenné seine Lehre bei seinem Onkel Joseph Clemens Weyhe. Nach 1842 wurde Peter Joseph Lenné mit der Erweiterung des Schlossparks beauftragt. Anhand alter Pläne stellte Hermann Simons die Planungen Lennés vor. Die Erweiterung des Parks im englischen Landschaftsstil mit dem großen Inselweiher be-durfte in den letzten Jahren einer denkmal-gerechten Erneuerung, da auch hier der Klimawandel zu großen Schäden geführt hat.

Maßnahmenmodul Waldrandentwicklung zu den inneren Promenadenwegen

 

7. Frühlingsmarkt auf dem Münsterplatz in Bonn

Am 9. Mai 2026 fand auf dem Münsterplatz in Bonn der alljährliche Frühlingsmarkt statt. Das Amt für Umwelt und Stadtgrün lädt hierzu die Vereine ein. Bei schönem Wetter hatten viele ihre Verkaufs- und Informations-stände aufgebaut. Die Gelegenheit nutzen wir, um unsere Gesellschaft in der Öffentlichkeit vorzustellen und die Gärtnerdynastie Lenné in Bonn bekanntzumachen. Hierzu hatten wir Bücher und Flyer und Infotafeln aufgestellt. Das Interesse war groß, insbesondere zu den aktuellen Projekten, dem Garten am Lenné-Haus und dem Lenné-Rundgang. Hierzu hatten wir einen gesonderten Flyer erstellt.

8. Tag der Artenvielfalt im Botanischen Garten

Am 31.05.2026 auch diesmal war das Wetter wieder schön. Wir hatten unseren Stand, wie immer  neben der Lenné-Büste am Eingang Meckenheimer Allee aufgebaut. Neben Informationen über Lenné und seinen Beitrag zur Artenvielfalt haben wir wieder einen Quizz zu Lenné veranstaltet. Als Preise gab es schöne und nützliche Gartenbücher zu gewinnen.  Das Interesse an Information war groß insbesondere auch zu unserem neuen Garten. Aber auch unsere sonstigen Aktivitäten konnten wir im Dialog mit den Besuchern darstellen.

9. 200 Jahre Alexandrowka Potsdam in der Reihe „Unesco-Welterbe“

Am 11. Juni 2026 hielt der 1. Vorsitzende Michael Wenzel im Katholischen Bildungszentrum in der Lennéstraße einen Vortrag über die russische Siedlung Alexandrowka.

Haus in der Alexandrowka

 

Vor 200 Jahren im Frühjahr 1826 erhielt Lenné den Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. zum Andenken an den russischen Zar Alexander I. eine Siedlung im russischen Stil zu erbauen. Diese Siedlung ist in mehrfacher Hinsicht weltweit einzigartig. Die Bauten wurden nach dem Vorbild russischer Häuser in den dortigen Militärsiedlungen errichtet. Von der Planung bis zur Fertigstellung der Siedlung mit 12 Häusern benötigte man nur ein Jahr. In die komplett eingerichteten Häuser zogen russische Sängersoldaten mit ihren Familien ein, die im Feldzug Napoleons gegen Russland in preußische Gefangenschaft geraten sind. Die Siedlung wurde nach der Wende sorgsam restauriert und ist von privaten Eigentümern bewohnt. Das Haus Nr. 9 wurde von der Familie Michelsen liebevoll restauriert. Frau Michelsen schilderte eindrucksvoll die lange Zeit der Restaurierung. Lennés Beitrag zur Artenvielfalt spiegelt sich auch in der Planung der Obstgärten wider. Heute sind dort wieder über 600 Obstsorten dort zu finden. In diesem Jahr am 19. - 20. September findet wieder ein Apfelfest statt.

 


10. Tag der offenen Gartenpforte im Garten am Lenné-Haus

Am 14. Juni 2026 konnten wir den Garten der Öffentlichkeit vorstellen. Es kamen viele interessierte Besucher, denen wir die Geschichte des Gartens, die Entstehung und die Gestaltung erklärten.

Das Gartenpflegeteam hatte zuvor dafür gesorgt, dass der Garten sich von seiner besten Seite zeigte. Obwohl die Hitzeperiode auch im Garten Spuren vor allem auf dem Rasen hinterlässt, ist es doch gelungen, die Blütenpracht zu erhalten. Vor allem die von der Landschaftsarchitektin Carolin Dreisvogt ausgewählten Stauden und die schützende Lavaschicht konnten größere Schäden verhindern.

Der Garten ist eine Oase inmitten von Bonn. Die umgebenden Festungsmauern des „Alten Zoll“ sorgen für eine besondere Atmosphäre, fast wie in einem mittelalterlichen „Paradiesgärtlein“.

Der Garten fand allgemein Anerkennung und Bewunderung.

Wir werden auch an den weiteren Terminen der Offenen Gartenpforte teilnehmen.

 

B. Sonstige Aktivitäten der Lenné Gesellschaft

1. Bonner Persönlichkeiten

Vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit ist es uns gelungen, weitere Fortschritte zu erzielen. Auf der offiziellen Webseite der Stadt Bonn

https://www.bonn.de/bonn-erleben/kunst-kultur/bonner-persoenlichkeiten.php

erscheint nun auch Peter Joseph Lenné. Mit Beethoven ist er der zweite berühmte Bonner. Auch wenn beide Bonn im Jugendalter verlassen haben, waren sie dennoch immer mit ihrer Heimat eng verbunden. Lenné verband auch eine  Freundschaft mit dem Bonner Bürgermeister Leopold Kaufmann, der ihn auch um Hilfe bat, um die Bebauung des Hofgartens und Stadtgartens zu verhindern.

2. Weg berühmter Persönlichkeiten in der Bonngasse

Am 20. Januar hat die Bezirksvertretung Bonn beschlossen, dass die Glastafeln aufgrund mangelnder Rutschfestigkeit ausgetauscht werden sollen. Stattdessen werden rutschfeste Reliefplatten aus Granit in Schwarz/Grau angefertigt. Die Zeichnungen der berühmten Bonner Persönlichkeiten werden in das Material eingearbeitet beziehungsweise eingefräst. Natürlich gehört auch das Bild von Peter Joseph Lenné dazu. Sein Porträt befindet sich gleich am Anfang der Bonngasse. Es ist nicht mehr erkennbar.

Ein konkreter Termin für den Austausch steht bei der Tiefbauabteilung noch nicht fest. Es sollen zunächst die vorbereitende Arbeiten ausgeführt werden.

3. Termine mit den Gästeführer*innen der Stadt Bonn und StattReisen Bonn

Im März 2026 konnten wir eine große Zahl von Gästeführer*innen  im Garten am Lenné Haus begrüßen. Das Interesse war groß, denn sie wollten nicht nur den Garten kennen lernen, sondern auch den neuen Lenné-Rundgang. Dieser ist dem neuen Flyer dargestellt und beschrieben, so dass auch Einzelbesucher in Bonn sich zurechtfinden.

Sowohl die Stadt Bonn als auch StattReisen haben die Tour in ihr Programm aufgenommen. Sie führt von der Lenné-Büste am Rheinufer bis zum Poppelsdorfer Schloss, wo die zweite Lenné-Büste steht.

Im Juni konnten wir auch die Bonn Greeters im Garten begrüßen. Auch Sie sind eine wichtige Gruppe, die Lenné bei ihren Führungen durch Bonn bekanntmachen werden.


4. Öffentlichkeitsarbeit

Neben unseren Terminen auf dem Münsterplatz und dem Botanischen Garten, versuchen wir auch durch Beiträge in der Presse Lenné in Bonn präsenter zu machen.

 

General-Anzeiger vom 09.03.2026 Bild Benjamin Westhoff

 

Im Bonner General-Anzeiger vom 9. März 2026 wurde ausführlich über den Garten am Lenné-Haus berichtet. „Dieser Garten ist ein kleiner Schatz in Bonn“ lautete der Titel des Berichts.
Die Landschaftsarchitektin Carolin Dreisvogt-Prause, Marco Di Piazza und der Vorstand waren bei dem Pressetermin mit dabei.

 

5. Kontakte mit der Stadt Bonn

Wie bereits berichtet, konnten wir einige Fortschritte erzielen. Lenné und der Rundgang wurden in das Touristik-Programm der Bonn-Information mit einbezogen. Die Gästeführer haben den Rundgang in ihr Programm aufgenommen. 

Wir hatten unsere Wünsche zur Sichtbarmachung von Lenné in der Stadt Bonn schon vor der Wahl im September 2025 den Fraktionen mitgeteilt. Der neue gewählte OB Déus hatte uns die Unterstützung zugesagt. Konkret hatten wir auch eine Beschilderung zum Geburtshaus Lennés vorgeschlagen. Für die ankommenden Schiffsreisenden fehlt ein Hinweis am Aufgang zur Konviktstraße zum Lenné-Haus und weiter zum Stadtgarten und Hofgarten entlang des Ostflügels der Universität.  Die Straße hat historische Bedeutung, denn vom Marktplatz aus floh der schwergewichtige Sohn Maria Theresias am 03. Oktober 1794 mit seinem engsten Gefolge durch die Gassen der Innenstadt in Richtung Fluss. Seine Route führte ihn dabei genau vorbei am Lenné-Haus durch die heutige Konviktstraße, die un-mittelbar an die Verteidigungs-anlagen des Schlosses grenzte und als Rampe hinab zum Rheinufer diente. Am Rheinufer lag das Fluchtschiff bereit, das ihn in den westfälischen Teil seines Herrschaftsgebietes vorerst in Sicherheit bringen sollte.

 

Darüber hinaus hatten wir Hinweise auf das Lenné-Haus auch auf den bereits bestehenden Tafeln zum Alten Zoll angeregt. Auch ein Schild auf der Poppelsdorfer Allee sollte auf die Verbindung zur Hofgärtner-dynastie Lenné hinweisen. OB Déus hatte hierzu ausgeführt, dass er unser Engagement besonders rund um das Lenné-Haus begrüßt. Die Nutzung und Gestaltung des Gartens sei ein starkes Signal. Auch die Idee nach der Sanierung des Schlosses, das Lenné-Haus zu nutzen, um die Bedeutung Lennés für Bonn aber auch für die Gartenkunst insgesamt lebendig zu vermitteln, findet auch seine Unterstützung.

Wir haben im September einen Termin mit der Bezirksbürgermeisterin Bonnie, um weitere Punkte zu erörtern.

 

6. Lenné-Park Bonn-Endenich

Nach der ersten Beteiligung der Öffentlichkeit im Mai 2025 ist das Planungsamt immer noch mit der Überarbeitung der Planung beschäftigt. Bis zur öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs müssen weitere Gutachten und Stellungnahmen eingeholt werden. Wir setzen uns nach wie vor dafür ein, dass die Reste des Lenné-Parks erhalten bleiben müssen. Dies wird besonders auch durch die gegenwärtige Klimaveränderung nachdrücklich unterstrichen.

 

7. Neue Bänke und Papierkörbe auf der Poppelsdorfer Allee

Wir hoffen, dass die neuen Bänke und Papierkörbe Anfang nächsten Jahres aufgestellt werden können. Bekanntlich besteht für die Stadt Bonn eine schwierige Finanzlage. Einige Anwohner haben sich für neue Bänke engagiert und gespendet. Es täte der Prachtstraße gut, wenn Ordnung geschaffen würde, auch im unteren Bereich zur Unterführung hin. Auch dies werden wir bei der nächsten Besprechung mit der Bezirksbürgermeisterin ansprechen.

 

8. Buch von Frau Ingeborg Nolden M.A.

Der Entwurf ihres Buches „Peter Joseph Lenné in Bonn geboren - Gesammelte Vorträge“ muss noch weiter überarbeitet werden. Da das Buch nicht vom LVR gefördert wird, werden wir weiterhin versuchen Sponsoren dafür zu finden. Bonn herrscht noch große Unkenntnis, was die Gärtnerdynastie Lenné anbelangt.

 

9 Instagram

Unser Auftritt im sozialen Netzwerk Instagram (@lennegesellschaftbonn) ist weiterhin sehr erfolgreich. Wir haben jetzt über 800 Follower. Unsere Beiträge finden Beachtung. Dadurch ergeben sich neue Kontakte zu Gartenliebhabern, aber auch konkret zu Lenné-Themen.

Es wäre schön, wenn jemand den Vorstand bei der Arbeit unterstützen könnte. .

 

10. Netzwerke

Der neue Kontakt zur Roseninsel am Starnberger See durch die Gästeführerin ist eine wertvolle Hilfe bei der Planung unserer nächsten Studienreise nach Bayern. Es wird ein vielversprechendes Programm erarbeitet. Wir werden nicht nur Lennés Werke besuchen sondern auch Nymphenburg.

Mit dem Potsdam-Club verbindet uns Lenné als Brücke zu Potsdam. Der Vorsitzende Walter Christian, auch bei uns Gründungsmitglied, setzt sich unermüdlich dafür ein, die Städtepartnerschaft zwischen Bonn und Potsdam durch Bürgerbegegnung auf vielen Ebenen zu bereichern. Die Lenné-Gesellschaft unterstützt diese Bemühungen.

Zusammen in der ARGE ( Arbeitsgemeinschaft der Bonner Heimat- und Geschichtsvereine) wurden Fortschritte in der wichtigen Frage des Standorts des Stadtmuseums erzielt. Es ist nun das Haus Windeckstr. 1 im Fokus. Durch weitere Untersuchungen soll jetzt die konkrete Umsetzung geprüft werden. Es wäre sehr zu wünschen, dass das Stadtmuseum einen festen Standort findet.

 

Bonn, 18.08.2026

Michael Wenzel

1.Vorsitzender                                  Tel.: 0228-283213

Lenné-Gesellschaft Bonn e.V.        Mobil:  0157 5341 4932

Luigi-Pirandello-Str. 6                      www.lenne-bonn.de

53127 Bonn                                      verein@lenne-bonn.de

                                                           Instagram: lennegesellschaftbonn

 

 

 

Lenné-Newsletter Nr. 1/ 25

Liebe Mitglieder und Freunde der Lenné-Gesellschaft

 

Wir möchten Sie über die wesentlichen Ereignisse in der Lenné-Gesellschaft im ersten Halbjahr 2025 unterrichten.

 

1. Garten am Lenné-Haus

Noch Ende letzten Jahres erhielten wir die Nachricht vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), Regionale Kulturarbeit, dass die Gartengestaltung am Lenné Haus mit 20.000 € gefördert wird. Nach dieser erfreulichen Nachricht konnten wir mit der weiteren Planung beginnen.

  • Denkmalschutz

Das Haus und auch der Hausgarten stehen unter Denkmalschutz. Bevor wir mit den Arbeiten beginnen können, benötigten wir für das Vorhaben die Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde in Bonn. Hierzu hatten wir die ausführlichen Planunterlagen der Landschaftsarchitektin Carolin Dreisvogt-Prause eingereicht. Die Planung hatten wir bereits im letzten Newsletter ausführlich dargestellt. Bei den Erlaubnissen zum Denkmalschutz hatten wir uns schon auf einen längeren Zeitraum eingestellt. Zu unserer großen Freude erhielten wir die Erlaubnis für die Gartengestaltung bereits am 24. Februar 2025. Die Stadtkonservatorin, Frau Bisping, hatte bereits zuvor die Anbringung des Portraitreliefs genehmigt. Zusätzlich wurde noch die Aufstellung von zwei Bänken genehmigt.

Nachdem wir die Erlaubnisse der Denkmalschutzbehörde bei der Universität eingereicht hatten, lehnte die Liegenschaftsabteilung der Uni, einige Maßnahmen ab, so dass hier noch Nachverhandlungen geführt werden müssen.

  • Gestaltung

© Carolin Dreisvogt-Prause

Sowohl denkmalrechtlich als auch von Seiten der Uni wurden die Aufstellung der Lenné-Büste und die Anlegung einer Rasentreppe genehmigt.

© Lenné-Gesellschaft

© Carolin Dreisvogt-Prause

 

Nach Rücksprache mit den Landschaftsbauunternehmen ist eine Öffnung der Hecke für Baufahrzeuge nicht erforderlich, da diese durch das Tor passen und notfalls auch über die Mauer gehoben werden können. Entgegen der ursprünglichen Planung haben wir auf die Pergola verzichtet, da diese die Denkmalerlaubnis stark verzögert hätte. Auch ein Wasserspiel haben wir erst einmal zurückgestellt. Frau Dreisvogt-Prause erstellt nun einen genauen Pflanzplan. Wir holen derzeit noch drei Kostenvoranschläge für die Maßnahme ein. Nach Vergabe werden wir den Beginn den zuständigen Stellen anzeigen. Mit den Landschaftsbauunternehmen haben wir vereinbart, dass wir Eigenleistungen erbringen können.
  • Kosten
    
Wir rechnen mit Kosten für die Revitalisierung des Gartens von rund 28.000 €. Die genauen Kosten werden wir erst nach Vorliegen der Angebote angeben können. Unter Berücksichtigung der Förderung durch den LVR in Höhe von 20.000 € bleibt ein Rest, den wir durch Eigenleistung und Rücklagen erbringen müssen. Wir werden rechtzeitig bekanntgeben, wann wir mit den Arbeiten beginnen und wo wir Hilfe brauchen. Die Hecke wurde geschnitten und der Rasen gemäht, so dass der Garten bereits jetzt einen gepflegten Eindruck macht. 

 © Lenné-Gesellschaft 

 

2. Lenné-Park Bonn-Endenich

Unsere weitere größere Aktion ist der Lenné-Park in Bonn-Endenich.

Für den Bereich wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Universitäts-Campus Endenich Nr. 6421-1“ beschlossen. Bei der Beratung in der Bezirksvertretung Bonn wurden mehrfach Änderungen vorgenommen, die den Lenné-Park betrafen. Konkret haben wir uns gegen die Bebauung entlang der Straße „Auf dem Hügel“ mit mehreren Wohnblocks gewandt. Wir haben vorgeschlagen anstelle der Bebauung neben dem Haberland-Hochhaus für studentisches Wohnen weitere Wohnblöcke vorzusehen. Dadurch würde eine zusammenhängende Grünzone vom Immenburg-Park bis zum Hermann-Wandersleb-Ring geschaffen. Unserem Vorschlag ist man nur zum Teil gefolgt. Anstelle von drei 4-geschossigen Bauten sieht man nun zwei 7-geschossige Bauten vor.

Dieser Plan lag so bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit am 15.05.25 vor. An der Veranstaltung haben vom Vorstand Herr Simons und Her Wenzel teilgenommen. In der Diskussion haben wir dargelegt, dass der Lenné-Park nicht nur von kulturhistorischer Bedeutung ist sondern auch durch den Klimawandel als Frei- und Grünfläche von größter Bedeutung ist, zumal eine massive Bebauung durch die Uni-Institute entlang der A 565 vorgesehen ist.

Wir haben unseren Alternativ-Entwurf in dem Verfahren eingebracht.

 © Lenné-Gesellschaft   

                

Unsere Stellungnahme können Sie auch auf unserer Webseite www.lenne-bonn.de unter Lenné-Park -aktuelle Stellungnahme einsehen.

Wir hoffen, dass die Planungsträger den Wert des Lenné-Parks erkennen und unseren Vorschlag umsetzen.

Unser Ehrenvorsitzender Brökelmann hat für das Großprojekt „Ausbau der A 565“, das unmittelbar neben dem Lenné-Park liegt, in einem Bürgerantrag ein Umweltmedizinisches Gutachten zu den negativen Folgen dieses Projektes gefordert. Bei der Beratung am 15. Mai 2025 in dem Bürgerausschuss wurde beschlossen, den Bürgerantrag an den Fachausschuss für Mobilität, Planung oder Umwelt weiterzuleiten und dort noch einmal diskutieren zu lassen. Danach soll er an die Bezirksregierung Köln mit der Bitte um Beachtung und Beantwortung weitergeleitet werden. Des weiteren soll der Bürgerantrag als vorgezogene Stellungnahme beim Beschluss über den B-Plan Universitätscampus Endenich berücksichtigt werden.
Mit diesem positiven Votum wachsen die Chancen, dass das Projekt einer "grünen Oase" auf dem Gelände des ehemaligen Lenné-Parks in Endenich doch noch realisiert werden könnte.

 

3. Mitgliederversammlung und Wahlen am 27. März 2025

Nach drei Jahren fanden in der 9. Mitgliederversammlung wieder Vorstandswahlen statt. Das bisherige Team hatte sich zur Wiederwahl bereiterklärt und wurde für weitere drei Jahre gewählt. Die Mitgliederzahl hat sich aktuell auf 109 erhöht.

Es erfolgte auch die Bekanntgabe des Gewinners des Lenné-Preises 2025. Den Preis erhält Herr Prof. Stephan Lenzen. Er ist Präsident des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen.

© Prof. Stephan Lenzen

 

Er hat nicht nur die Bundesgartenschau in Koblenz geplant und unter Beachtung der Pläne Lenné’s umgesetzt, sondern ist auch in Bonn aktuell mit der Planung des Umfeldes der Beethovenhalle beauftragt. Der Preis wird ihm in der Festveranstaltung am 23.01.2026 im Haus an der Redoute überreicht, wo er die Festrede halten wird.

Herr Prof. Brökelmann wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er hat den Vorsitz in schwierigen Zeiten übernommen und die Gesellschaft wieder in ruhige Fahrwasser gebracht.

 

4. Grüne Touren

Die erste Tour führte uns am 15. Mai im Botanischen Garten zu den Citrusfrüchten.

 © Lenné-Gesellschaft

 

Dirk Schmitz empfing uns am Eingang gleich mit einer Überraschung. Man hatte unmittelbar am Eingang am Katzenburgweg eine kleine Teeplantage angelegt. So erfuhren wir gleich zu Beginn der Führung vieles über Tee, Arten, Ernte, was überaus lehrreich war. Bei den Citrusfrüchten konnten wir viele verschiedene Arten kennen lernen. Die „Hand Buddhas“ gab es aber nur als Foto.

Die zweite Tour im Kreuzgang des Bonner Münsters war gut besucht. Die Landschaftsarchitektin Carolin Dreisvogt-Prause, die den Kreuzgang neu angelegt hatte, leitete die Führung. Der 900 Jahre alte völlig erhaltene Kreuzgang ist schon architektonisch eine Besonderheit. Neu war für viele, dass es Biblische Pflanzen gibt, die hier Verwendung gefunden haben.

© Lenné-Gesellschaft

 

Der Südstadtspaziergang am 14. Juni mit Besuch des Ateliers von Marco Di Piazza war trotz Hitze gut besucht. Die Südstadt ist durch seine erhaltenen Gründerzeithäuser ein Juwel in Bonn. Es waren begüterte Bürger, Professoren, die hier wohnten. Der frühere Stadtkonservator Dr. Talbot hat über die Südstadt ein reich bebildertes Buch geschrieben, in dem auch einige Innenansichten der prächtigen Villen abgebildet sind.

Die grüne Tour 4 Klein-Amerika am Rhein am 5.7.25 musste leider aufgrund der Hitze abgesagt werden, weil sich deswegen auch nur wenige Teilnehmer gemeldet hatten.

 

5. Vorträge

Am 13.04.2025 fand im LVR-Museum eine gut besuchte Veranstaltung statt. Der Potsdam-Club hatte dazu eingeladen. Die Autoren des Buches „Gartenhäuser im Rheinland“ Petra Engelen und Christina Notarius stellten eine große Anzahl von Gartenhäusern vor, von denen viele in unmittelbarer Nähe am Rhein liegen.

Wegen einer Erkrankung von Frau Nolden musste leider der erste Vortrag am 17. April abgesagt werden.

Den zweiten Vortrag am 8. Mai „Spuren der kurfürstlichen Herrlichkeit und Bilder zum 80. Jahrestag des Kriegsendes hatte der Vorsitzende Michael Wenzel für Frau Nolden übernommen. Die Veranstaltung war gut besucht und bot einen Überblick über die Kurfürstenzeit. Bonn wurde 1597 offiziell Residenzstadt der Kölner Kurfürsten. Zum 80. Jahrestag hatte Frau Nolden ihre Erlebnisse zum Kriegsende geschildert und Fotos zum Kriegsende ausgesucht.

 

6. Frühlingsmarkt und Tag der Artenvielfalt

Wie schon in den vergangenen Jahren haben wir am 10. Mai am Frühlingsmarkt auf dem Münsterplatz teilgenommen. Wir haben Literatur über Lenné angeboten und hauptsächlich unsere Projekte den Garten am Lenné Haus und die Planung im Lenné-Park in Endenich vorgestellt.

Beide Projekte stießen auf großes Interesse.

© Lenné-Gesellschaft

 

Zwei Wochen später am 25. Mai fand der Tag der Artenvielfalt im Botanischen Garten statt. Hier hatten wir unsere Grußkarten und Literatur angeboten, obwohl wir jetzt am Nebeneingang unser Zelt hatten, fanden sich dennoch viele Besucher ein. Auch hier fanden unsere Projekte großen Anklang.

 

7. Weitere Aktivitäten

 

  • 200 Jahre Volkspark Magdeburg

Auf Einladung der Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e.V. nahm der Vorsitzende am 26. April 2025 an der Festveranstaltung „200 Jahre Volkspark Magdeburg“ teil. Der Park wurde von Lenné auf dem Klosterberg geplant. Es wurden neue Kontakte zur Berliner Hochschule für Technik geknüpft und alte zur Lenné-Akademie und Thomas Lenné und zur Bürgerinitiative Lenné-Park Frankfurt/Oder aufgefrischt.

 

  • Treffen mit den Gästeführern von Tourist-Info Bonn

Am 27.Mai fand das Treffen zu Schulung der Gästeführer zum Lenné-Rundgang statt. Frau Nolden hatten die Daten und Fakten zu den einzelnen Stationen zusammengetragen. Die Tour begann an der Lenné-Büste am Rheinufer führte in die Konviktstr. zum Geburtshaus Lenné’s, Urweltmammutbaum, Garten am Lenné-Haus , Alter Zoll, Stadtgarten, Hofgarten, Poppelsdorfer Allee bis zum Poppelsdorfer Schloss. Die Tour fand bei den Gästeführern großen Anklang.

© Lenné-Gesellschaft

 

  • Lenné-Kreuz Poppelsdorf

Das städtische Gebäude-Management ist für die Unterhaltung zuständig. Auf unsere Eingabe hat es direkt reagiert und die losen Teile sichergestellt. Wir hoffen, dass das Kreuz saniert wird und die Inschrift wieder lesbar ist, die an den Stifter Maximilian Heinrich Lenné erinnert.

 

  • Bänke Poppelsdorfer Allee

Das Amt für Stadtgrün ist weiter mit der Vorlage für die Bänke in der Poppelsdorfer Allee beschäftigt. Wir hoffen, dass die neuen Bänke Anfang nächsten Jahres aufgestellt werden können. Anwohner habenfür einige Bänke gespendt. Weitere Spender werden gesucht.

  • Öffentlichkeitsarbeit

Die Oberbürgermeisterin Frau Dörner hatte uns mehrfach Ihre Unterstützung zugesagt Lenné in der Stadt bekannter und erlebbar zu machen. Hierzu gehörte die Schulung der Gästeführer.

Wir hatten auch eine Beschilderung zum Geburtshaus vorgeschlagen. Dieser Vorschlag muss noch umgesetzt werden.

Für die Information der Öffentlichkeit ist es wichtig, Flyer zur Verfügung zu stellen z.B. für die Flusskreuzfahrtschiffe und BPS erfolgen. Für den Rundgang auf Spuren Lenné’s haben wir bereits einen Entwurf gefertigt, den wir demnächst drucken werden.

Den Flyer zur Information über die Lenné-Gesellschaft mit Aufnahmeantrag liegt ebenfalls im Entwurf vor. Er soll auch in englischer Sprache erscheinen, um auch die Mitarbeiter der UN und anderer internationaler Unternehmen ansprechen zu können.

  • Buch von Frau Ingeborg Nolden M.A.

Frau Nolden hat den Entwurf ihres Buches „Peter Joseph Lenné in Bonn Geboren. Gesammelte Vorträge“ fertiggestellt. Es muss jetzt noch redigiert werden. Wir haben hierzu einen Druckkostenzuschuss beantragt.

 

  • 50 Jahre Förderverein „Alter Friedhof Bonn“

Zu der Festveranstaltung war der Vorstand am 10. April ins Leoninum eingeladen. Da auch Lenné mit der Planung befasst war und zwei alte Gräber von Philip Lenné und Johannes Josephus Lenné vorhanden sind, haben wir uns an der Festschrift beteiligt und einen Beitrag unseres Ehrenvorsitzenden Brökelmann über Lenné und die Lenné Gräber beigesteuert.

  • Instagram

Unser Auftritt im sozialen Netzwerk Instagram (lennegesellschaftbonn) ist sehr erfolgreich. Wir haben bis jetzt bereits 465 Follower. Wir stellen dort Bilder und kurze Berichte ein. Hieraus ergeben sich weitere Kontakte und Hinweise auf Veranstaltungen anderer Vereine

 

  • KulturCard-Partner

Die Lenné Gesellschaft ist jetzt auch KulturCard-Partner der Theatergemeinde Bonn. Unsere Veranstaltungen werden deshalb auch in dem Magazin „Kultur“ der Theatergemeinde veröffentlicht. Alle Inhaber der KulturCard (Abonnenten der Theatergemeinde) können zahlreiche Ermässigungen für kulturelle Veranstaltungen in Bonn nutzen, jetzt auch bei unseren Veranstaltungen.

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  • Lustiges und Kurioses

Gartenordnung für den Hofgarten von 1762

von Kurfürst Maximilian Friedrich von Königsegg.Rothenfels

Wir Maximilian Friderich Churfürst zu Cölln mißfälligst zu vernehmen gehabt, was massen

1mò: in Unseren Hof- und Orangerie-Garten zur Zeit, wan die Gärtnes.-Gesellen und Aufsichte  nicht gegenwärtig seyn können, von einigen Leuthen die Früchten und Blumen ohne Scheu abgebrochen auch

2 mò: auch um die Nachtigallen und Vogels-Nester auszuheben in die Boscage-Hecken eingedrungen, nicht weniger

3tiò: von unterschiedlichen aus der Stadt das Wasser aus denen Hof-Fontainen zum Nachteil der Fischen un des darum liegenden Waasens abgeholt waohl auch darin gewaschen, fort

4tò : durch Buben und Gesindel allerhand  allerhand Muthwillen und unanständige Sachen frecher Dingen ausgeübet , gleicher Gestalt

5tò: die Hunde frey mit hineigeführt, die Terrassen und Waasen durch das Drübergehen und Laufen verdorben

6tiò: durch das Poppelsdorfer- oder sogenannte Martins-Thor jenes Gesindel, so an anderen Thoren abgewiesen, ganz freyer Dingen, auch sogar andere zum Nachtheil des angelegten Speers eingelassen, sodann

Letztens der für die Churfürstlichen Gärten gewidmeter Pferds-Mist und Grund zu fremder Gärten Gebrauch ganz sträflich verschlagen werde.

Wir aber derley Ungebühr keineswegs dulden, sondern hingegen wohl ernstlich verordnet haben wollen, daß einem jedem jeden ein erlaubter Spaziergang bis zur Abends-Bettstund, und sonst nicht länger verstattet seyn solle.

Bonn den 12. May 1762

Die Beschwerden werden wohl beim damaligen Hofgärtner Johann Cunibert Lenné eingegangen sein, die zu der Gartenordnung für den Hofgarten aber auch für den Garten des Poppelsdorfer Schlosses geführt haben.

Zitat nach Dr. Helga Stoverock „Der Poppelsdorfer Garten“ Diss. Bonn 2001

Bonn, 03.07.2025


Michael Wenzel

 

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